2025 war kein Jahr der großen Ankündigungen. Es war ein Jahr der inneren Entscheidungen. Viele davon leise, aber nachhaltig.
Als Texterin schreibe ich Website-Texte sowie Ratgeber- und Blogartikel für Soloselbstständige und kleine Unternehmen. Ironisch eigentlich, dass ich selbst lange keine eigene Website hatte. Kein richtiges Zuhause für mein Business. Kein Blog. Nur Texte für meine Kund:innen.
Der große Jahresrückblog 2025 von Judith Peters hat etwas in Bewegung gebracht. Nicht laut, eher hartnäckig. Genau der Impuls, den ich gebraucht habe, um mein eigenes Projekt ernst zu nehmen und sichtbar zu machen. Auf meine Art.
Meine Themen und Highlights in 2025
Die Geburt meiner Website
Nach knapp zwei Jahren Nebenberuflichkeit habe ich mich Anfang des Jahres dazu entschieden, mein Business als Texterin für Website & Blog professioneller aufzubauen. Bis dato ging alles über Empfehlungen. Aber wenn wir mal ehrlich sind: Empfehlungen tragen kein Business, wenn man wachsen will.
Für mehr Sichtbarkeit braucht es also eine Website, am besten mit Blog. Predige ich meinen Kund:innen schließlich auch ständig. Paradox, dass ich zu dem Zeitpunkt selber noch keine hatte.
Der Name war recht schnell gefunden und im März habe ich dann während eines Cafébesuchs mit meinem Mann meine erste Domain gekauft: kreativsatz. Ganz schön aufregend war das, sage ich euch.
Was folgte, war allerdings weniger geradlinig. Mein Kopf war voll mit Ideen: Logo, Positionierung, Zielgruppe, Design, Angebote. Gleichzeitig war da immer wieder der Drang, alles neu zu denken.
- Erst: Texte für alle. Hauptsache Aufträge.
- Dann: Fokus auf den sozialen und familiären Bereich. Passend zu meiner Ausbildung und meinen Interessen.
- Heute: Websitetexte und Blogartikel für Soloselbstständige und kleine Unternehmen, die sichtbar werden wollen, ohne laut zu sein.
Es hat gedauert, und da spielt mein Perfektionismus eine große Rolle, denn ich will immer alles perfekt haben, bevor es andere sehen. Aber jetzt fühlt es sich endlich richtig an. Auch wenn ich immer wieder dranbasteln und Dinge ändern werde. Das gehört aber, denke ich, zum Prozess dazu. Schließlich entwickelt man sich stetig weiter.
Mehr Fokus aufs Bloggen
Das Bloggen begleitet mich schon lange. Als Online-Redakteurin habe ich jahrelang ausschließlich Ratgeber- und Blogartikel geschrieben. Fünf Tage die Woche, acht Stunden am Tag. Und ich habe es geliebt.
Deshalb habe ich das Thema Bloggen und Blogartikel schreiben bewusst in den Fokus gerückt. Nicht nur für meine Kund:innen, sondern auch für mich selber. Ich habe mich weitergebildet und viel recherchiert, bis ich dann im Dezember finally meinen eigenen Blog aufgesetzt habe. Noch nicht veröffentlicht, aber er stand mit einem Design und den ersten Titeln. Und jetzt im Januar, während ich diesen Text hier schreibe, werde ich definitiv noch den Veröffentlichen-Button drücken.
Diagnose Migräne
Definitiv kein Highlight im Jahr 2025, aber ein prägendes Thema.
Seit der Geburt meines ersten Sohnes vor fünf Jahren leide ich unter starken, immer wiederkehrenden Kopfschmerzen. Dass es Migräne ist, habe ich immer irgendwie geahnt, aber es wurde nie richtig diagnostiziert, geschweige denn richtig behandelt.
2025 habe ich mich dann endlich darum gekümmert: Neuer Hausarzt, Neurologin, MRT und die offizielle Diagnose Migräne. Irgendwie erleichternd, da es nichts anderes Schlimmes ist, gleichzeitig aber auch ernüchternd, weil es keine einfache Heilung oder Lösung gibt. Aber immerhin bekomme ich nun die richtigen Medikamente, die auch helfen. Mit meinen Ärzten arbeiten wir an weiteren Lösungen, um mir den Alltag so schmerzfrei wie möglich zu machen.
Gesundheit ist nichts, was man auf später verschieben sollte. Das habe ich 2025 auf die harte Tour gelernt. Jetzt arbeite ich daran, langfristig besser mit meinem Körper umzugehen. Für mich, für meine Familie und für mein Business.
Ja, ich bin introvertiert …
… oder doch einfach nur schüchtern?
Ich war schon immer eher die Ruhige, die Beobachterin. Habe immer gedacht, ich sei schüchtern oder unsicher. Was sicherlich auch zu Teilen stimmt. Vor allem habe ich aber immer gedacht: Irgendwas stimmt nicht mit mir.
Während alle anderen im Sommer von einer Aktivität zur anderen rennen, den ganzen Tag das schöne Wetter nutzen und sich mit Freunden im Biergarten treffen, habe ich es geliebt, einfach zu Hause zu bleiben, mit einem guten Buch oder einem Puzzle. Alleinzeit. Und gleichzeitig hatte ich immer ein schlechtes Gewissen: „Bei dem schönen Wetter kannst du doch nicht drinnenbleiben. Das musst du nutzen.“
2025 habe ich immer mehr verstanden: Ich bin nicht einfach nur schüchtern, ich bin introvertiert. Und plötzlich ergab alles Sinn. Ich tanke Energie in Ruhe und Alleinzeit. Beim Lesen, Puzzeln, Hörbuchhören oder Serienschauen. Früher konnte ich mir diese Räume nehmen, wenn auch teilweise mit schlechtem Gewissen, weil ich einfach unwissend war. Heute, mit zwei Kindern, ist das schon schwieriger. Aber genau dadurch ist mir diese introvertierte Seite an mir so bewusst geworden.
Dieses Wissen, dass ich introvertiert bin, hat vieles erklärt. Meine Erschöpfung, meine Grenzen. Und auch meine Art zu arbeiten. Zum Ende des Jahres habe ich begonnen, diese Eigenschaft bewusst in mein Business zu integrieren. Es nicht als Schwäche anzusehen, sondern als Haltung. Ich möchte mit Menschen arbeiten, die das Leise schätzen und Texte wollen, die nicht überfordern, sondern verbinden.
Warum „leise Sichtbarkeit“ mein Thema geworden ist
Je klarer mir meine Introvertiertheit wurde, desto klarer wurde auch meine Haltung. Ich funktioniere nicht gut in Lautstärke. Nicht privat und erst recht nicht im Business. Ich bewundere Menschen, die mühelos sichtbar sind. Die posten, pitchen, verkaufen, als wäre es ein natürlicher Teil ihres Alltags. Für mich ist es das nicht. Jeder Schritt nach außen kostet mich Energie. Nicht, weil ich unsicher bin, sondern weil mein Akku einfach anders funktioniert.
Lange habe ich gedacht, ich müsse genau das ändern. Mutiger werden. Lauter auftreten. Mehr machen. Bis ich verstanden habe, dass das Problem nicht meine Zurückhaltung ist, sondern die Erwartung, dass Sichtbarkeit immer laut sein muss. Texte sind für mich kein Mittel, um Aufmerksamkeit zu erzwingen. Sie sind ein Raum. Einer, in dem Menschen sich verstanden fühlen dürfen. Ohne Druck und ohne Dauerbeschallung.
„Leise Sichtbarkeit“ bedeutet für mich nicht, sich zu verstecken. Es bedeutet, bewusst zu wählen, wie man sichtbar ist. Mit Texten, die tragen, und Botschaften, die bleiben. Und mit einem Business, das sich nicht gegen die eigene Persönlichkeit richtet, sondern mit ihr arbeitet.
2025 war das Jahr, in dem mir klar geworden ist: Ich muss nicht anders werden, um erfolgreich zu sein. Ich darf mein Business so gestalten, dass es zu mir passt. Leise, aber mit Substanz. So ist auch mein Claim entstanden: Blog out loud. wise.
Weitere schöne und besondere Momente in 2025

Überraschungsbesuch von meiner besten Freundin Juli zu meinem Geburtstag

Sommerurlaub mit der Familie an der Nordsee

Unsere alljährliche Halloween-Party

Bauernhofurlaub mit Freunden
Mein 2025-Fazit
Darauf bin ich 2025 stolz
- Ich bin ganz arg stolz, dass ich trotz Zeitmangel nicht aufgegeben habe. Mir liegt so viel an meinem Business und das Schreiben macht mich einfach happy.
- Ich bin stolz, endlich meine Migräne ernst genommen zu haben und in Behandlung zu sein
- Ich bin stolz, dass ich mir meine eigene Domain gekauft habe. Es klingt so groß und ist es auch irgendwie, weshalb ich mich lange davor gescheut habe.
Das habe ich 2025 über mich gelernt
Ich habe im letzten Jahr gelernt, dass ich als introvertierter Mensch nicht schlechter bin als andere. Ich muss mich nicht verstecken. Aber es ist noch ein Weg, ein Prozess, damit umzugehen.
Auch habe ich gelernt, es muss nicht immer alles perfekt sein. Mein Perfektionismus steht mir oft im Weg. So wollte ich eine für mich perfekte Website haben, bevor sie live geht. Das hat mich insgesamt über neun Monate gekostet, weil ich ständig neue Ideen hatte, meine Positionierung und mein Angebot geändert habe und noch dazu viel zu wenig Zeit für das alles hatte. Im Nachhinein weiß ich, die Seite hätte nicht perfekt sein müssen. Eine Startseite und ein paar erste Blogartikel hätten für den Anfang gereicht, um überhaupt erstmal sichtbar zu werden. Durch meinen Perfektionismus habe ich viel Zeit, Sichtbarkeit und vielleicht auch einige Traumkund:innen verloren.
Also: Es muss nicht immer alles sofort perfekt sein. Es ist ein Prozess. Der Weg ist das Ziel, wie man so schön sagt.
Erste Male: Das habe ich 2025 zum ersten mal gemacht
2025 war ein Jahr der kleinen Premieren, nicht der großen Paukenschläge. Für viele ist es vielleicht nebensächlich oder Routine, für mich war der Domainkauf ein erstes und aufregendes Mal.
Ein weiteres erstes Mal für mich war es, den Weihnachtsbaum schon am zweiten Feiertag abzubauen. Wäre in den Jahren vorher undenkbar für mich gewesen, weil ich die absolute Weihnachtsmaus bin. Ich liebe Weihnachten und alles drumherum. Aber 2025 habe ich es zum ersten Mal einfach nicht mehr gefühlt. Lag vor allem daran, dass die ganze Familie über die Feiertage krank war und Weihnachten quasi für uns ausgefallen ist. Aber auch der Baum hat es nicht mehr gefühlt. Die Nadeln sind nur so gefallen. Nächstes Jahr wird es wohl ein künstlicher Weihnachtsbaum. Ob es das gleiche Weihnachtsfeeling sein wird, weiß ich noch nicht. Aber wir versuchen es mal.

Am Anfang noch so …

… und dann so 🙁
Dafür bin ich 2025 besonders dankbar
- Für Kund:innen, die mitdenken und akzeptieren
- Für Meetings mit Kindern im Hintergrund (ich habe den Auftrag trotzdem oder gerade deswegen bekommen)
- Für Menschen, die nicht Perfektion erwarten, sondern echtes Arbeiten auf Augenhöhe
Gerade als selbstständige Mutter ist all das nicht selbstverständlich. Umso dankbarer bin ich und ich hoffe, das wird auch 2026 weiterhin so bleiben.
Meine größten Herausforderungen 2025
- Zeit für mein Business zu finden: Mit Kindern, Haushalt und Familienalltag war es nicht immer einfach, Zeit für meine eigenen Projekte zu finden. Zumal der Kleine auch noch nicht in der Betreuung war. Dementsprechend habe ich oft mittags während seines Schläfchens gearbeitet oder abends / nachts. Zwischendurch haben meine Eltern auf den Kleinen aufgepasst, sodass ich auch mal ein paar Stunden am Stück arbeiten konnte.
- Kundenakquise: Als introvertierte Person fällt es mir enorm schwer, einen ersten Kontakt mit fremden Menschen herzustellen. Es saugt richtig Kraft aus mir heraus, vor allem, wenn das Gegenüber gar nicht weiß, dass ich introvertiert bin. Heißt also auch immer eine Maske aufziehen. Außerdem war ich mir gar nicht sicher: Welche Kunden möchte ich überhaupt und was genau will ich anbieten? Das hat sich erst in den letzten Wochen des Jahres 2025 so richtig herauskristallisiert. Ob es 2026 klappen wird, weiß ich nicht. Aber ich fühle mich so wohl, dass ich der festen Überzeugung bin, dass es klappen wird.
Mein Ausblick auf 2026
Das mache ich 2026 besser/anders
- Mir mehr Zeit nehmen für meine Gesundheit und für mein Herzensbusiness
- Ich möchte alles besser unter einen Hut bekommen: Familie, Alltag, Arbeit
- Den Perfektionismus öfter hinten anstellen. Er steht mir oft im Weg.
So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
Auch 2026 liegt mein Fokus auf Websitetexten und Blogartikeln. Wenn du also dieses Jahr noch mit deinem Business, Projekt oder einer anderen Herzensangelegenheit sichtbar werden möchtest und das am besten ohne viel Marketing-Geschrei und Content-Lärm, dann melde dich gerne bei mir. Denn Sichtbarkeit muss nicht immer laut sein. Es darf zu dir und deinem Business passen, es muss nur durchdacht und mit Substanz gemacht werden. Ich helfe dir dabei!
Meine 6 Ziele für 2026
- Ich möchte mich mit mehr Zeit auf mein Business konzentrieren. Spannende Neukund:innen gewinnen und mit ihnen zusammen tolle Herzensprojekte umsetzen. Falls du dich angesprochen fühlst und dein Herzensprojekt ohne lautes Marketing und viel Content-Lärm umsetzen möchtest, schreib mir gerne.
- Meinen Kund:innen predige ich es immer wieder: Sichtbarkeit durch Blogartikel ist der Shit. Tatsächlich habe ich bis jetzt (Januar 2026) selber gar keine Website und auch keinen Blog. Das wird sich ändern. Meine Website soll live gehen und ich möchte mindestens 40 Blogartikel für mein eigenes Business schreiben. Hier ist schon mal der erste! 🙂
- 12 Bücher in 12 Monaten: Ich liebe es, zu lesen. Durch die Kids und den Zeitmangel ist das eher in den Hintergrund gerückt, und wenn ich gelesen habe, dann habe ich eher Kinderbücher vorgelesen. 2026 möchte ich also mindestens 12 Bücher lesen. Eine kleine Liste habe ich schon (Fourth Wing, Iron Flame, Onyx Storm, Woman Down, Der Nachbar, Der verschwundene Buchladen, Mate, Binding 13). Freue mich über weitere Lesetipps.
- Mein großer Traum ist es, ein Kinderbuch zu schreiben. 2026 fange ich damit an! Ob es fertig wird, ist eine andere Sache. Aber immerhin anfangen.
- In diesem Jahr möchte ich mich intensiver mit meiner Introvertiertheit auseinandersetzen. Was bedeutet das für mich persönlich, meine Familie, meinen Alltag und mein Business.
- Mein Motto für 2026 umsetzen. Was das ist, liest du im nächsten Abschnitt.
Mein Motto für 2026
Mehr ICH!
Ja, genau. Als introvertiertes Persönchen, das immer allen alles rechtmachen will, klingt das irgendwie super egoistisch. Aber alle, die Kinder haben, werden es (vielleicht) verstehen.
Mein Fokus lag die letzten fünf Jahre hauptsächlich auf meinen Kindern und meiner Familie. Und ich hab´s geliebt, schließlich wollte ich immer eine eigene kleine Familie haben. Mich um alle kümmern. Dann noch mein eigenes kleines Business nebenher, mit dem Perfektionismus, Familie und Karriere unter einen Hut zu bekommen. Weil, so ist das ja heutzutage in der Gesellschaft – Businesswoman und Mom of the Year.
Mein Körper hat es mir jedoch nicht gedankt. Im letzten Jahr hatte ich extrem mit Migräne-Attacken zu kämpfen, die es mir teilweise kaum möglich gemacht haben, mich um meine Familie zu kümmern oder zu arbeiten. Glücklicherweise haben mein Mann und meine Eltern mich viel unterstützt. Aber einfach so weitermachen kommt für mich 2026 nicht infrage.
Ich muss auf meinen Körper hören, auf die Signale. Schließlich brauchen meine Kinder mich, mein Mann und auch mein Business. Ich möchte all das mit mehr Kraft, Energie und Freude machen.
Und deshalb: Mehr ICH!
Mehr Zeit für Sport, bewusste Ernährung, meine Arbeit, meine Hobbys und ja, auch mehr Zeit für soziale Kontakte (nicht immer einfach als introvertierte Person). Ich bin der festen Überzeugung, und ich bin mir sicher, viele können das bestätigen, dass, wenn es mir gut geht, ich auch besser für meine Familie da sein kann.
Ich bin sehr gespannt, wie sich das Jahr 2026 für mich persönlich und mein kleines Business entwickelt, und freue mich jetzt schon auf den Jahresrückblick mit vielen neuen Erkenntnissen.
